Anica hat ihren ersten Zahn verloren, was sie mächtig stolz macht! Und die beiden sind auch eifrig am Englisch lernen. Ein paar Brocken können sie schon und die Leute hier haben Freude, wenn sie versuchen etwas zu bestellen oder sich bedanken. Auch zählen beide schon ganz fleissig bis 10!
Auch sonst haben wir uns mit einigen namibischen Sitten vertraut gemacht. Es dauert einfach alles ziemlich lange... Wir als Schweizer, die wir uns speditive Arbeit gewohnt sind, müssen uns da in Geduld üben. Entweder muss man für einen zweiten Autoschlüssel an drei verschiedenen Orten vorbei schauen (und jedes Mal warten...) oder aber es ist gerade niemand da, der dafür zuständig ist. Aber ehrlich gesagt, hat das auch was. Man fängt an, alles gemütlicher zu nehmen, man hat ja schliesslich Zeit. Und irgendwie ist es auch schön, wenn man nicht mehr immer so gehetzt durch den Tag muss. Wahrscheinlich haben wir dann zuhause wieder etliche Mühe uns umzugewöhnen.
Wir haben natürlich auch wieder ein paar Ausflüge unternommen in nahegelegene Lodges und einen grösseren Ausflug nach Swakopmund. Swakopmund liegt am Meer und ist ein richtig deutsches Städtchen. Wir haben da in einem tollen Hotel direkt am Meer gewohnt und natürlich durfte dabei auch das Spielen am Strand nicht fehlen.
Abgerundet haben wir unseren Ausflug mit einer Bootstour in Walvis Bay, wo wir unendlich viele Robben, Pelikane und sogar Delfine gesehen haben. Letztere sind eine ganze Weile neben unserem Boot hergeschwommen.
Als Abschluss habe ich dann noch meine erste Auster gekostet, ganz frisch!
Überhaupt machen wir hier kulinarisch viele neue Erfahrungen. So stand auch schon Zebra auf unserem Speiseplan. Ich kann mir schon denken, was euch jetzt durch den Kopf geht, aber hier ist das eben so wie bei uns im Herbst Wildzeit. Und schmecken tut alles in etwa so wie Rind.
Unterwegs haben wir in einer gemütlichen Gästefarm übernachtet. Gästefarmen sind hier in Namibia sehr zu empfehlen. Die Atmosphäre ist viel familiärer und man trifft die unterschiedlichsten Leute, kommt ins Gespräch und bekommt neue Reisetipps.
Einen Ausflug haben wir den Kindern zuliebe in eine Art Vergnügungspark gemacht. Irgendwie war es ein wenig trostlos, weil viele Dinge "broken" oder "out of order" waren. Aber die Kinder und auch Lukas hatten Spass ;-)
Hier wird es nun langsam kühler, um nicht zu sagen kalt. Am Abend ist man also definitiv sehr froh, wenn man unter die warme Decke schlüpfen kann. Und am Morgen haben wir in der Wohnung nicht selten so 17-18 Grad. Wir benutzen die Klimaanlage nun zum Heizen, allerdings geht das nur in der Küche/Essecke. Aber bald schon gehts los Richtung Norden und da solls schon etwas wärmer sein.
Wir sind eben wieder am Packen. Am Donnerstag gehts los nach Rundu, unserem Reiseziel und zukünftigen Wohnort. Wir sind alle sehr gespannt und voller Vorfreude auf unser neues Zuhause und all die lieben Leute, die dort auf uns warten. Anica wird dort auch ihre neue Schule kennen lernen und mal sehen, obs für Maxime auch etwas gibt, so eine Art Spielgruppe vielleicht. Bevor wir jedoch unser neues Zuhause beziehen können, wohnen wir nochmals 5 Wochen in einem Guesthouse. Abts, unsere Vorgänger wohnen noch dort. Das gibt uns aber die Gelegenheit, mit ihnen zusammen alles kennen zu lernen und sicher haben sie mit drei Kindern auch viel Erfahrung und viele Tipps für unser zukünftiges Leben im Kavango.
Das nächste Mal werde mich dann also vom Norden melden mit neuen Fotos von unserem Zuhause.
Hier noch zum Abschluss ein Bild, das wir täglich so erleben dürfen, welches uns aber immer wieder aufs Neue fasziniert!
Herzlich Andrea









